Kinderträume
Im ehemaligen Kapuzinerkloster errichtete die Stadt Donauwärth das "Käthe-Kruse-Puppen-Museum". Dort werden über 100 Spiel- und Schaufensterpuppen von 1912 bis heute gezeigt.Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden - die spätere Puppenkünstlerin Käthe Kruse (1883-1968). Für die bei Breslau geborene Katharina Simon begann eine traumhafte Karriere am Berliner Lessing-Theater...bis sie den bekannten Künstler Max Kruse kennen und lieben lernte. Kurz darauf kam bereits das erste von acht Kindern zur Welt.
Die folgenden Jahre verbrachte Käthe mit den ersten beiden Töchtern Maria (Mimerle) und Sofie (Fifi) in Ascona in der Schweiz. Dort wünschte sich Mimerle 1905 eine Puppe. Vater Max Kruse wurde in Berlin auf Suche geschickt. Als er die starren handelsüblichen Puppen mit Porzellankopf sah, entgegente er lakonisch: "Nee, ick koof Euch keene. Macht Euch selber eene!" So kam es, dass Käthe Kruse ihre ersten Puppen fabrizierte.
Nur für die eigenen Kinder wollte sie Puppen machen; doch als sie 1910 in Berlin an einer Ausstellung "Spielzeug aus eigener Hand" teilnahm, wurde sie über Nacht eine berühmte Frau. Jeder wollte nun ihre weichen kindgerechten Puppen aus Stoff haben. Bald reichte die Berliner Wohnung nicht mehr aus. Eine geeignete Werkstätte wurde in Bad Kösen an der Sale gefunden. Bis 1950 leitete sie dort die "Käthe-Kruse-Werkstätten".
