RouteStraße der Staufer

Im Stauferland

Die Route beginnt beim Wäscherschloss, auch Burg Büren genannt. Es gilt zusammen mit dem Ort Wäschenbeuren als die Wiege des Staufergeschlechts. Dort lebten die Burgeigentümer, die Herren von Büren, bevor sie im 11. Jahrhundert auf den Gipfel des Hohenstaufen zogen und sich nach der dort erbauten Burg „von Hohenstaufen“ benannten.

Vom Wäscherschloss führt die Straße der Staufer in Richtung Göppingen nach Birenbach. Dort trennt sich die Route von der B 297 und führt nach rechts in Richtung Schorndorf auf die Höhen des Schurwaldes. Hier liegt das Kloster Adelberg. Die Klosteranlage stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und wurde von einem nahen Verwandten des Staufenkaisers Barbarossa gestiftet. In der Klosterkapelle ziehen vor allem der um 1511 entstandene Flügelaltar und ein Bilderzyklus, der die Gründungsgeschichte des Klosters dokumentiert, die Blicke der Besucher an.

Weiter geht es in Richtung Schorndorf über Oberberken nach Faurndau. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals ist bereits Schloss Filseck zu sehen. Der ausgeschilderte Weg zum Schloss führt an einer spätromanischen Basilika vorbei, mit einer typischen spätstaufische Architektur. Das Schloss Filseck wurde vor einigen Jahren wieder aufgebaut und beherbergt seither die Dauerausstellung „Strahlendes Mittelalter – die Kunst der Buchmalerei“.

Wieder zurück in Faurndau geht es in Richtung Boll. Dort befindet sich die Evangelische Akademie. Nicht weit davon auch das Thermalbad. Das seit 1477 bekannte heilkräftige Schwefelbad wurde als Wunderbad gepriesen.

Zurück auf der Stra8e der Staufer führt die Route über Dürnau und Heiningen, mitten in der „schwäbischen Toskana des Stauferlandes“, nach Göppingen. Die gotische Oberhofenkirche ist das älteste Bauwerk der Stadt. Sie wurde 1436 auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus errichtet und wird von einem Fresko aus dem 15. Jahrhundert geschmückt, das die Burg Hohenstaufen zeigt. Von der Innenstadt Göppingens geht es weiter in Richtung eines der Drei-Kaiser-Berger, dem Hohenstaufen, an dessen Fuß der gleichnamige Ort liegt. Zur Linken sind dort die Barbarossa-Kirche und der Dokumentationsraum für staufische Geschichte zu finden. Die Burg Hohenstaufen, der Stammsitz des Staufergeschlechts, stand auf diesem Berg. Nach Untergang der Staufer brannten Bauern die Burg 1525 ab. Die Steine wurden zum Bau des Göppinger Renaissance-Schlosses wieder verwendet.

In der Nähe von Schwäbisch Gmünd führt die Straße der Staufer auf den Rechberg zu. Auf der höheren der beiden Kuppen des Berges befindet sich die Wallfahrtskirche Hohenrechberg, auf der niedrigeren die Ruine Hohenrechberg. Beide sind zu Fuß zu erreichen. Zweifelsohne begeistert der herrliche Ausblick, der sich dem Besucher vom Rechberg bietet.

Auf der Straße in Richtung Donzdorf ist zur Linken der Stuifen zu sehen. Er ist der höchste der Drei-Kaiser-Berge, blieb jedoch unbesiedelt. Von Donzdorf führt in Fahrtrichtung Süßen eine Seitenstraße nach rechts zum Schloss Ramsberg. Über Süßen führt die Straße der Staufer nach Salach. Zwischen Salach und dem Schloss Ramsberg befindet sich die Ruine Staufeneck. Die Burg wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut und war neben der Burg Hohenrechberg das wahrscheinlich stärkste Bollwerk im Burgenring um den Hohenstaufen. Über die Burg, die von Ministerialen der Staufer bewohnt wurde, erhebt sich der gewaltige, 30 Meter hohe Bergfried mit seinen bis zu 3 Meter dicken Mauern. Von hier aus eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Ausblick auf das Filstal, die Drei-Kaiser-Berge und anderen Höhenzüge der Schwäbischen Alb.

Weiter geht es auf der B 10 nach Geislingen. Ihre Bedeutung erhielt die Stadt durch den Besitz der Grafen von Helfenstein befindliche Zollstelle. Die Burg Helfenstein ist schon von weitem zu sehen. Über Böhmenkirch und Heubach führt die Route nach Bartholomä. In der weitläufigen Umgebung sind Wacholderheiden, das Naturschutzgebiet Weiherwiesen mit seinen Hochmooren, schattige Wälder, tiefe Trockentäler aus der Urzeit und eine artenreiche Flora mit Kräutern und seltenen Pflanzen zu finden.

Die Hauptattraktion liegt zwischen Bartholomä und Steinheim: das Wental mit seinen Felsformationen. Hier ist Wandern und Rasten ein besonderes Erlebnis. Unzählige Volkssagen und Legenden ranken sich um diese Gegend. Das bizarre Landschaftsbild des Steinheimer Beckens entstand vor 15 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag. Er ist der besterhaltene Meteorkrater mit Zentralkegel der Welt.

Von Steinheim geht es über Heidenheim und Giengen nach Brenz. Dort ist die romanische St. Gallus-Kirche wahrscheinlich die älteste der so genannten Schwäbischen Schmuckkirchen. Die Straße der Staufer führt auf Herbrechtingen zu. Auf der linken Seite ist das Eselsburger Tal zu sehen. Dicht überwuchert stehen die Überreste der Eselsburg auf der Ebene und blicken hinab ins Tal, das durch eine Fahrt durch den gleichnamigen Ort erreicht werden kann. In Eselsburg kann man nach links abbiegen, um am linken Arm des Tals die Burg Falkenstein und am Talausgang das Kloster Anhausen zu besuchen. Nachgewiesen ist, dass das Kloster 1125 gegründet wurde und die Stifter reiche Verwandte der Staufer waren. Mit einem Blick auf die bizarren Felslandschaften des Hochtals der Brenz endet diese Route in Herbrechtingen.

Rezept aus Köstliches Deutschland
Leckere und interessante Rezepte vom kulinarischen Reiseführer.
Impression der Route