RouteHohenzollernstraße

Unterwegs auf der Zollernalb

Umgeben von vielfältigen, beeindruckenden Landschaften, reihen sich gleich einer Perlenkette, entlang dieser Route eine Vielzahl kultureller und historischer Sehenswürdigkeiten, Museen, malerische Städte und Gemeinden aneinander.

Die Tour startet in Haigerloch, die ehemalige hohenzollerische Residenzstadt im Felsental der Eybach. Das historische Stadtbild wird überragt vom mittelalterlichen Römerturm, dem ältesten Bauwerk der Stadt, und der imposanten Renaissance-Schlossanlage. Die Schlosskirche auf dem Felssporn unterhalb der Schlossanlage ist die ältere der beiden bedeutenden Barockkirchen in der Stadt. Eine Besonderheit ist das Atomkeller-Museum im ehemaligen Felsenbierkeller unter der Schlosskirche, wo am Ende des 2. Weltkriegs deutsche Physiker um den Nobelpreisträger Werner Heisenberg mit kernphysikalischen Versuchen an einem Atomreaktor beschäftigt waren.

Hechingen, die Stadt am Fuß der Burg Hohenzollern war bis zum Übergang an Preußen 1849/50 Residenzstadt der Grafen und Fürsten von Hohenzollern bzw. Hohenzollern-Hechingen. Von Hechingen führt der Weg zur Burg Hohenzollern, der Stammsitz der preussisch-brandenburgischen wie der fürstlich-katholischen Linie der Hohenzollern. Sie zählt zu den schönsten und meistbesuchten in Europa. Spektakulär ist der Rundblick über die Schwäbische Alb, die schon Kaiser Wilhelm II. bei seinem Besuch 1886 bewunderte. Die Burg ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

Unweit der Burg liegt der Ort Bisingen am Fuße der Schwäbischen Alb. Die Gemeinde zählt zu den ältesten Siedlungen der Region. Der Verweigerung eines Vergleichs zwischen dem Fürsten von Hohenzollern und der Gemeinde (1798) verdanken die Bisinger ihren Spitznamen „Nichthuldiger“.

Dem Lauf der Lauchert nach Süden folgend gelangt man nach Hettingen. Das wunderschöne Laucherttal wird auch als „Blaues Band der Schwäbischen Alb“ bezeichnet. Tief hat sich die Lauchert in das weiche Juragestein der in Urzeiten entstandenen Alb-Hochfläche eingegraben und schlängelt sich in vielen Schleifen durch ein abwechslungsreiches Landschaftsbild bis zur Donau hin. Hier und da treten am Talhang die Felsen als Klippen zutage.

Sigmaringen wurde erstmals 1077 urkundlich erwähnt. Burg und Herrschaft wechselte in den ersten Jahrhunderten häufig die Besitzer. Hoch über der noch jungen Donau, auf einem langgestreckten Weißjurafelsen, liegt das Schloss des Fürsten von Hohenzollern: das Wahrzeichen der Stadt. Beim Gang durch die Säle und Salons des Schlosses erhält der Besucher einen nachhaltigen Eindruck von ehemals herrschaftlicher Residenz- und Wohnkultur.

Unweit von Sigmaringen gelangt man nach Leibertingen. Der Ortsteil Thalheim war eine alte hohenzollerische Enklave inmitten zimmern´schen und fürstenbergischem Gebiet. Heute in Privatbesitz, befindet sich dort noch ein einfaches Jagdschlösschen der Hohenzollern. In Leibertingen selbst lohnt sich vor allem der Besuch der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Burg Wildenstein über dem Donautal. Der Gasthof „Traube“ im Ortsteil Kreenheinstetten ist das Geburtshaus des kaiserlichen Hofpredigers Abraham a Sancta Clara (1644-1709).

Von Leibertingen führt die Route ins Donautal, das am markantesten von Schloss Werenwag überragt wird. Beuron wurde erstmals 861 im Besitzverzeichnis des Klosters St. Gallen als „Purron“ erwähnt. Die bekannte Benediktinererzabtei ist der Mittelpunkt von Beuron. Das Ziel unzähliger Wallfahrer ist die barocke Klosterkirche mit der im so genannten Beuroner Kunststil wunderbar ausgemalten Gnadenkapelle.

Schwenningen am Rande des wildromantischen oberen Donautals liegt in der unverbrauchten Alblandschaft des Großen Heuberg in einer Höhenlage von 864 Metern über dem Meeresspiegel. Von Mitte September bis Mitte Oktober findet alljährlich auf einer Wiese eine Ausstellung von Strohfiguren statt.

Weiter geht es nach Albstadt, das Herz der Schwäbischen Alb. Sehenswert ist das Stauffenberg Schloss und das Museum zur Technik- und Sozialgeschichte der Maschenindustrie. Das kulturelle Zentrum der Zollernalb besteht aus neun Stadtteilen.

Auf der Hohenzollernstraße erreicht man Balingen. Die Stadt liegt in einem der sonnereichsten Gebiete Deutschlands. Besonders Kennzeichen der im Jahr 1255 von den Zollerngrafen gegründeten Stadt ist das Zollernschloss über dem Lauf der Eybach.

Die Route führt wieder in Richtung Haigerloch zum Ausgangspunkt zurück. Man sollte noch in Owingen, einem Ortsteil von Haigerloch, die romanische Weilerkirche St. Georg aus der Zeit um 1200, die älteste Kirche von Hohenzollern, besichtigen. Herrliche Landschaften, romantische Flusstäler, Natur pur, Kunst, Kultur, Schlösser, Burgen und Klöster erwarten die Besucher auf dieser Tour.


Rezept aus Köstliches Deutschland
Leckere und interessante Rezepte vom kulinarischen Reiseführer.
Impression der Route