RegionSchwäbisches Donautal

Entlang der Donau

Der Reiz der fruchtbaren Landschaft zwischen Ries und Donauried, die anheimelnde Geschlossenheit der historisch gewachsenen Städte, die große Zahl architektonisch bedeutender Baudenkmäler, aber auch die Anziehungskraft der regionaltypischen Küche in den Wirtshäusern haben ihre Wirkung nicht verfehlt: Der Donauradwanderweg nach Regensburg und Wien führt in einem Teilabschnitt von Ulm bis Donauwörth durch diesen Landstrich. Radwanderer tun sich besonders leicht, mit ihrer Fortbewegung die verträumten Winkel in den alten Stadtvierteln, das Ried in seiner teils unberührten Natur und den weiten Himmel über dieser dünn besiedelten Landschaft zu erleben.

Gegensätze prägen die Landschaft um Dillingen mit hügelgesäumten Bachtälern und dem brettflachen Donauried, und Kontraste bestimmen auch das Bild der geschichtsträchtigen Stadt selbst. Zwei Straßen zeigen dies besonders: Die Königsstraße säumen, vor allem auf der Südseite, stattliche Bürgerhäuser, ehemalige Beamtenpaläste und das Rathaus, recht weltliche Gebäude also. Das Bild der Kardinal-von-Waldburg-Straße ist dagegen höchst geistlich und geistig: Ehemalige fürstbischöfliche Universität, Jesuitenkolleg und Studienkirche reihen sich aneinander. Seinen klerikalen Glanz verdankt Dillingen Kardinal Otto Truchseß von Waldburg, der 1549 zu Dillingen die erste Universität eines geistlichen Fürstentums gründete.

Höchstädts Renaissance-Schloss überragt als mächtiger Bau die Donauebene. Errichtet wurde er im ausgehenden 16. Jahrhundert von Philipp Ludwig, dem dritten Herzog des jungen Fürstentums Pfalz-Neuburg. Wer heute die friedliche Ackerhügelwelt um Höchstädt an der Donau als Radwanderer bereist, möchte es kaum für möglich halten, dass hier am 13. August 1704, mitten im Spanischen Erbfolgekrieg, eine blutige Schlacht tobte. Bayern und Frankreich gegen Österreich-Habsburg und England.

Im Vorfeld des 30-jährigen Krieges hat Donauwörth besondere Bedeutung erlangt. Ein Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken veranlasste Kaiser Rudolf im Jahre 1608, die Reichsacht über die Stadt zu verhängen. Bayerns Herzog Maximilian I. wurde mit der Vollstreckung beauftragt. Daraufhin schlossen sich schon 1608 mehrere Reichsstädte unter der Führung der Kurpfalz zur Protestantischen Union zusammen. Ein Jahr später entstand die Katholische Liga. Die Fronten standen bereit, der Prager Fenstersturz sollte 1618 den Krieg auslösen.

Lauingen, die zweite Residenzstadt der Herzöge Pfalz-Neuburg, brachte es zu großem Wohlstand. Die Fassaden der Bürgerhäuser mit ihren hohen Giebeln demonstrieren bürgerliches Selbstbewusstsein. Die malerischen Winkel in den Altstadtvierteln beeindrucken jeden Besucher. In Lauingens westlichem Stadtgebiet Faimingen vermittelt der teilrestaurierte Apollo-Grannus-Tempel einen Eindruck von der einstigen Präsenz der Römer, die mit Kastell und Vicus Phoebiana die Donaugrenze sicherten.
Gundelfingen, die vierte Donaustadt, erinnert mit den Resten der Befestigung an manchen Ansturm von Feinden und an die Unerschrockenheit der Gundelfinger.
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Impression der Region
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