Saar - vivre
Der kleinste deutsche Flächenstaat wird im Norden und Osten von Rheinland-Pfalz, im Westen und Süden von Luxemburg und Frankreich begrenzt. Vor allem die Kohlengruben und Eisenhütten machten das Land zum Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland.In den letzten 200 Jahren wechselte das kleine Saarland insgesamt achtmal seine Nationalität. Nach dem das Saarland für kurze Zeit "ins Reich heimkehrte", wurde es im Jahr 1959 aufgrund einer Volksabstimmung endgültig das elfte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.
Heute hat das Saarland die Farbe gewechselt: Der schwarze Kohlenstaub hat sich gelegt und wird von frischem Grün überwuchert. Viele Kohlengruben wurden stillgelegt und Hochöfen gelöscht. Auf den Halden wächst jetzt junger Wald, und die ehemaligen Schlammweiher wurden zu erholsamen Idyllen rekultiviert. Wer mit dem Saarland nur Bergbau und Schwerindustrie verbindet, tut der Region unrecht: Immerhin bedecken Wald, Wiesen und Felder den größten Teil des Landes. Sie sind durchzogen von Kanälen, deren industrielle Bedeutung fast verschwunden ist.
Saarland, das ist auch ein Bilderbuch der deutschen Industriegeschichte. Von weitem sichtbar, prägt die bizarre Silhouette von Hochöfen und Schloten das Stadtbild von Völklingen. Jahrzehntelang blies das Eisenhüttenwerk Ruß und Staub auf die Stadt. Seit 1995 ist die Völklinger Hütte als Kathedrale des Industriezeitalters das erste Industriedenkmal auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Doch die historischen Sehenswürdigkeiten des Saarlands greifen noch viel weiter zurück in die Schatzkammer der Geschichte. Bereits Kelten und Römer hinterließen ihre Spuren im Land. Der größte keltische Ringwall auf deutschem Boden und das größte Römermosaik nördlich der Alpen: Beide sind im Saarland zu finden.
Die "Cloef" (Klippe) erhebt sich bei Orscholz 200 Meter hoch über dem Saartal. Von diesem steil aufragenden Aussichtsfelsen hat man den schönsten Blick auf das waldumsäumte Naturwunder Saarschleife. Weiter saarabwärts liegt Mettlach, das als "Perle der Saar" bezeichnet wird, mit der Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch in der ehemaligen barocken Benediktiner Abtei.
Benediktiner beleben das Kloster Tholey, wo schon im 7. Jh. von den Mönchen eine Saalkirche errichtet wurde. Weithin sichtbar ragt der Schaumberg aus der Hügellandschaft. Von seinem Aussichtsturm, heute ein Mahnmal der deutsch-französischen Verständigung, kann man bei klarem Wetter bis zum Hunsrück, dem Pfälzer Wald und den Vogesen blicken.
Tourismuszentrale Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9
66119 Saarbrücken
T 0681 92 72 00
F 0681 92 72 040
Franz-Josef-Röder-Straße 9
66119 Saarbrücken
T 0681 92 72 00
F 0681 92 72 040
