RegionOberes Donautal

Wo die Donau die Alb bezwingt

Über 200 Meter tief haben sich enge Mäander und weite Schleifen der Donau in das Juragestein eingefräst und dabei alpin anmutende Felswände und enge Schluchten gebildet, die stellenweise kaum für einen Weg, geschweige denn für eine Straße Platz bieten.

Auf den Höhen zeugen wie Adlerhorste an den Felsen klebende Schlösser und Burgruinen von einstiger Pracht und Macht. Das geamte Bergland an der Oberen Donau ist als Naturpark ausgewiesen.

Kurz vor dem Fridinger Donaudurchbruch liegt hoch über dem jungen Fluss das malerische Mühlheim. Die Oberstadt zieht sich über einen langgestreckten Bergsporn. Von der Bergseite her betritt man das Städtchen durch ein enges Tor, einen Rest der alten Stadtbefestigung. Fachwerkhäuser säumen die Straße bis zur Bergspitze, auf der ein doppeltürmiges Schloss steht. In seiner Gesamtanlage wirkt der Ort wie eine Burg.

Richtige Burgen findet man dann aber vor allem donauabwärts. Zwar gab es keine wichtige Straße zu bewachen, aber die Felsvorsprünge an der Talkante waren einfach verlockende Bauplätze. Von einigen dieser Burgen stehen nur noch spärliche Ruinen, aber drei sind eindrucksvoll erhalten: Schloss Bronnen bei Fridingen, Burg Wildenstein unweit Leibertingen und Schloss Werenwag in der Nähe von Beuron.

Im engen Tal der Donau, umrahmt von einer halbkreisförmigen Echowand, ist Kloster Beuron ein vielbesuchtes Ziel. Im 11. Jahrhundert gegründet, errichteten die Augustiner hier ein Chorherrenstift. 1863 zogen Benediktiner in die lange verwaisten Klostergebäude ein und widmeten sich der Kunst und den Wissenschaften.
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