RegionTeutoburger Wald

Hermanns Schlachtfeld

Östlich von Münster, in Ostwestfalen zwischen Osnabrück und Paderborn, erhebt sich ein rund 150 Kilometer langer Bergkamm wie eine Barriere um das Tiefland: der Teutoburger Wald. Bis zum 17. Jahrhundert trug der Bergzug den Namen "Osning". Dichte, hohe Wälder auf der Berghöhe wechseln mit freieren Perspektiven des Ravensberger Landes mit der typisch ostwestfälischen Parklandschaft. Die bizarre Formation der Externsteine ist ein Sinnbild für den Teutoburger Wald. Seit Urzeiten hat die schroffe Felsengruppe die Phantasie der Menschen angeregt.

Den Sachsen, die damals hier siedelten, dienten sie als Kultstätte. Im Mittelalter, nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen, bemächtigte sich die Kirche der Felsen. In diese Zeit fällt auch das monumentale Relief als Zeugnis mittelalterlicher Steinmetzkunst.

Der römische Schriftsteller Tacitus behauptete zwar, dass die Schlacht zwischen den Germanen und Römern im Teutoburger Wald stattfand, doch die Wissenschaftler bezweifeln dies. Den vielen Besuchern des Denkmals vom Cheruskerfürst Hermann ist dies egal und erfreuen sich wie Kaiser Wilhelm I, der die Anlage eröffnete, über den weiten Blick über die lippische Landschaft. "Mein Herz ist grün vor Wald", schrieb ein Heimatdichter über diesen Landstrich, über das sanfte Auf und Ab der Wiesen, Hecken und Felder, wo es nach Fichten und Heidekraut duftet, nach Ferien und Sommerfrische.

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