RegionTegernseer Tal

Im Tegernseer Tal

Vom Wallberg erstreckt sich der grandiose Blick über das ganze Tegernseer Tal. Heute kann man sich kaum vorstellen, dass in grauer Vorzeit dieses Seetal ein wüste und unwirtliche Waldwildnis war, wo sich Wolf, Luchs und Bär gute Nacht sagten.

Im Jahr 719 kamen Benediktinermönche aus St. Gallen und begannen dieses Tal urbar zu machen. 1193 wurde das Kloster Tegernsee unmittelbare Reichsabtei und eine der mächtigsten Monasterien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Der Tegernseer Abt war der Primas aller Abteien in Altbayern.

Nachdem Napoleon die Besitzstände änderte und die geistlichen Güter an weltliche Fürsten verteilte, begann eine traurige Zeit im Tegernseer Tal, das nun der kulturellen und sozialen Institution beraubt war. Es waren die Wittelsbacher, das bayerische Königshaus, die in der Folgezeit eine vorbildliche Wiedergutmachung am Tegernsser Tal leisteten. Schulen wurden wieder eröffnet, das Gesundheitswesen reorganisiert und das Kurwesen in Wildbad Kreuth, das schon zu Zeiten der Äbte florierte, wurde zu neuem Leben erweckt. Kunst und Gewerbe erholten sich. Mit den Königen kamen Hoflieferanten und Diplomaten, Primadonnen und Schöngeister, Dichter und Denker, Maler und Müßiggänger und nicht zu vergessen die neugierigen "Bürgersleut" an den Tegernsee. Damit hielt der Tourismus Einzug.

König Maximilian I. Joseph führte auch die Tradition der Tegernseer Bierbraukunst weiter. Als die Keller im Schloss in Tegernsee nicht mehr ausreichten, ließ man 1838 einen neuen Sommerbier-Lagerkeller bauen. Daraus machte Herzog Karl Theodor den bis heute so beliebten "Herzoglichen Sommerkeller" mit Ausschank und Biergarten. Dieses Bräustüberl, das fasr den ganzen Trakt der ehemaligen Klosterbrauerei umfasst, ist bekannter und beleibter Treffpunkt bei Einheimischen und Gästen.

Die Tegernseer Mönche machten einen kleinen Ort mit ein paar Wiesen am See bekannt: Wiessee. 1440 entdeckten sie die St. Quirins Quelle, eine Ölquelle. Bis ins 18. Jahrhundert verkauften sie das Erdöl als Arzneimittel. 1908 wollten die Wiesseer ihren Ölreichtum durch eine neue Bohrung mehren, doch statt dem erhofften Erdöl sprudelte ein seltenes, warmes Edelwasser aus der Erde. Eine chemische Analyse im Jahr 1912 ergab, dass Wiessee über starke Jod-Schwefel-Quellen verfügte. So wurde aus Wiessee das Bad Wiessee.


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Impression der Region
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