RegionSchwäbische Alb

Des Teufels Hirnschale

Die Hochfläche der Schwäbischen Alb ist allgemein trocken und verkarstet. Besonders die Schichten des Weißen Juras der Alb sind von Rissen, Spalten und Klüften durchzogen, in denen Oberflächenwasser versickert und unterirdisch abfließt. Nicht ohne Grund war in der Vergangenheit diese Gegend als "des Teufels Hirnschale" verrufen.

In hellem Weiß leuchtende Felskränze, trutzige Burgen berühmter Geschlechter, Wacholderheiden, auf denen Wanderschäfer ihre Herden hüten, liebliche Trockentäler, wogende Weizenfelder, grüne Kartoffeläcker und uralte Linden, Quelltöpfe und Tropfsteinhöhlen, sind Markenzeichen der Schwäbischen Alb.

Ein Besuch der Schwäbischen Alb ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Im Frühjahr, wenn auf der Hochfläche die letzten Schneereste schmelzen, erblühen ganze Hänge von Schneeglöckchen und Märzenbechern. Im April/Mai entfalten Streuobsthänge ihre Blütenpracht. Im Sommer, wenn es unten im Albvorland drückend heiß sein kann, duften auf der Hochfläche, über die immer ein frisches Lüftchen weht, die Wacholderheiden. Für viele Besucher erscheint der Herbst als die schönste Zeit im Jahr, wenn sich der Laubmischwald in seinem satt-farbigen Blätterkleid präsentiert. Und selbst im Winter zieht es die Albromantiker in ihren Bann, wenn die von dickem Raureif überzogenen lichten Wälder des Albtraufs im hellen Sonnenlicht gleißen.

Kaum eine andere Landschaft in Europa bezeugt ihre erdgeschichtliche Abstammung so deutlich wie die Alb. Nicht nur Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Stattliche Burgruinen, imposante Gotteshäuser sowie etliche alte Stadtkerne erinnern daran, dass die Alb zumindest zur Zeit der Staufer, im Mittelalter, der "Nabel der Welt" gewesen ist.
Rezept aus Köstliches Deutschland
Leckere und interessante Rezepte vom kulinarischen Reiseführer.
Impression der Region