RegionSächsische Schweiz

Im Reich der Tafelberge

Das Elbsandsteingebirge, besser bekannt als Sächsische Schweiz, erstreckt sich entlang des Elbtales zwischen Pirna und Decin beiderseits der Staatsgrenze zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik. Rund 700 Quadratkilometer des Elbsandsteingebirges sind geschützte Kultur- und Naturlandschaft.

Die Felslandschaft an beiden Ufern der Elbe ist bizarr: steile Felswände, tiefe Schluchten und hoch aufragende Felsenriffe. Die Felsgebilde haben phantasievolle Namen wie Wilder Kopf, Lokomotive, Domwächter, Hohe Liebe, Gans oder Affensteine. In 100 Millionen Jahren hat die Natur hier eine faszinierende Steinlandschaft geformt. Geologisch handelt es sich beim Elbsandsteingebirge nicht um ein Gebirge, sondern um eine Erosionslandschaft der Kreidezeit. Durch Bewegungen der Erdkruste entstanden Risse und Spalten im porösen Sandstein. Die Elbe und ihre Nebenflüsse gruben sich tief in die Formationen ein. Wind und Wetter nagten an dem Quadersandstein. Übrig blieben die schroffen Verwitterungsformen, die heute das Landschaftsbild prägen.

Wanderer und Naturliebhaber können die Schönheiten des Nationalparks und des Landschaftsschutzgebiets Sächsische Schweiz zu jeder Jahreszeit auf Wanderwegen und Klettersteigen genießen. Interessant sind die starken mikroklimatischen Unterschiede dieser Landschaft. In den Schluchten ist es feucht-kühl, ideale Bedingungen für Moose, Farne und Tannen-Buchen-Mischwald. Etwas weiter oben auf den warmen Platteaus und Riffen dominiert dagegen ein Birken-Kiefern-Wald und dort wachsen Heide und Preiselbeeren.

Bis ins 18. Jh. bezeichnete niemand hier diese Landschaft als besonders reizvoll. Im Gegenteil, dieses Gebirge erschien den Menschen lange Zeit sogar als bedrohlich.
1766 wanderten die beiden Schweizer Künstler Anton Graff und Adrian Zingg, ausgerüstet mit Skizzenblöcken, durch das Elbsandsteingebirge. Ihre Bilder begeisterten die Menschen und gaben der Landschaft schließlich ihren Namen: Sächsische Schweiz. Caspar David Friedrich fand hier viele Motive und der Komponist Carl Maria von Weber fand in der Sächsischen Schweiz die passende Kulisse für seinen "Freischütz".

Diese Region wurde zum beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel von Millionen von Naturfreunden, vor allem nachdem die Eisenbahn und die Dampfschifffahrt diese Gegend leichter zugänglich machten.

Rezept aus Köstliches Deutschland
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Impression der Region