RegionRhön

Land der offenen Ferne

Nahezu unverbraucht präsentiert sich diese charakteristische Mittelgebirgslandschaft im Dreiländereck von Bayern, Hessen und Thüringen mit sanft gerundeten Bergkegeln, weiten Matten und Wiesen und urtümlichen Mooren. Unvermutet stößt man auf seltene Anblicke und Naturerlebnisse: windzerzauste Baumgestalten, monströse Basaltblöcke, seltene Vertreter aus Fauna und Flora.

Im frühen Mittelalter wurde die nördliche Rhön zwischen Bad Hersfeld und Bad Salzungen "Buchonia" genannt. Der alte Name bedeutet soviel wie "Buchenland", denn Buchen sind seit alters her in dem gebirgigen Waldgebiet weit verbreitet.

Charakteristisch für die Region sind aber auch die zahlreichen Burgen und Schlösser - Übrigbleibsel der vielen Adelsgeschlechter, die die Rhön einmal beherrschten.
Wie überdimensionale Kegel ragen bewaldete Bergkuppen über die meist als Weide- und Ackerland genutzten Hochflächen zwischen Haune und Ulster auf. Die kegelförmigen Basaltberge geben dem Landschaftsbild seinen unverwechselbaren Reiz.

Anno 744 gründete Bonifatius im westlichen Vorland der Rhön ein Kloster, durch das Fulda binnen weniger Jahrzehnte zum geistlichen und geistigen Zentrum nördlich der Alpen aufstieg.

Im Zentrum der Rhön schließen sich die Kuppen zu größeren Massiven zusammen. Hier gibt es die "hohen Matten", die dieser Gegend ein für deutsche Mittelgebirge ungewohntes, fast exotisches Bild verleihen, hier entspringen auf der Wasserscheide zwischen Weser und Rhein die "klaren Bächlein". Allein an der Wasserkuppe, dem höchsten Berg der Rhön, sind es mehr als 30. Dieser landschaftlich schönste Teil der Rhön galt früher auch als das "Land der armen Leute", das viele für immer verließen.
"Mitten drin im deutschen Garten liegt verträumt die Hohe Rhön; reich an Mooren, einsam, still und weltverloren, herb und rauh und dennoch schön...", heißt es in einem bekannten Gedicht über die Gebirgslandschaft zwischen Werra und Fränkischer Saale.

Kaum jemand weiß, dass die rauhe Rhön ein altes Weinland ist, allerdings bloß am Rand. Von Südwesten her erstrecken sich die Rebgärten im warmtrockenen Saaletal bis an den Fuß der Rhönberge. Zentrum dieser Region ist Hammelburg, die älteste Weinstadt Frankens.

Das bekannteste der vielen Traditionsbäder an der Fränkischen Saale ist Bad Kissingen. Hier kurten schon Könige, Bischöfe und Dichter, und bis heute haben die Bäder nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

Rezept aus Köstliches Deutschland
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Impression der Region