RegionOberschwaben

Himmelreich des Barocks

Anfang 1525 begann in Oberschwaben die Erhebung der Bauern gegen den Adel. Dieser blutige Bauernkrieg wurde unter Georg Truchseß von Waldburg, ein gebürtig in Bad Waldsee, grausam beendet. Aufgrund seiner Härte ging er als "Bauernjörg" in die Geschichte ein.

Die Benediktinerabtei St. Martin in Weingarten mit ihrer Klosteranlage und dem mächtigen Kuppelbau der Basilika ist sicher das imposanteste Bauwerl weit und breit. Die Basilika, die im Jahr 1724 eingeweiht wurde, ist der größte barocke Kirchenbau nördlich der Alpen. Eines der eindruckvollsten Ereignisse, die der Besucher miterleben kann, ist der "Blutritt", der alljährlich am Freitag nach Christi Himmelfahrt in Weingarten stattfindet.

Einen Eindruck vom bäuerlichen Leben in Oberschwaben vermittelt ein Rundgang durch das Kreisfreilichtmuseum Kürnach. In Steinhausen, einem Ortsteil von Bad Schussenried, steht die "schönste Dorfkirche der Welt", erschaffen von Dominikus Zimmermann. Ein anderer Barockbau aus der Hand Zimmermanns ist die Bibliothek der einstigen Prämonstratenserabtei in Bad Schussenried. In Oberschwaben haben viele Städte ihr historisches Aussehen bewahrt. Beispielhaft seien Ravensburg, Tettnang, Bad Waldsee, Biberach oder Saulgau genannt.

Der Federsee bei Bad Buchau ist ein Highlight. Schon vor 12 000 Jahren schlugen hier altsteinzeitliche Jäger ihre Zelte auf. Wer heute hierher kommt, findet in dieser urtümlichen Moor- und Riedlandschaft noch immer etwas Besonderes: das Naturschutzgebiet Federsee. Bei Bad Wurzach findet man das größte Hochmoor Mitteleuropas.
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