Dem Gipfelglück ganz nahe
Mitten in den Gebirgsmassiven thront in seinem Talkessel Oberstdorf, wo sich die meisten Touristen aufhalten. Wer es stiller und noch beeindruckender haben will folgt den Tälern der Trettach zur Spielmannsau oder der Stillach nach Einödsbach, wo in ein paar Häusern die süflichsten Deutschen wohnen. Die Bergkulisse dort ist prachtvoll und gewaltig.Im Angesicht des Gebirges wird einem klar, dass hier ein Ort der Mythen und Sagen aus grauer Vorzeit sein. Alle fünf Jahre (zuletzt 2005) wird Oberstdorf zum Schauplatz des Kulttanzes Wilde Mändle, der an die 2000 Jahre alt sein soll.
Zum Oberallgäu zählen auch das Kleinwalsertal und die Enklave Jungholz. Beide sind österreichisches Hoheitsgebiet, werden aber zollrechtlich als deutsches Inland behandelt.
Kempten ist keine Metropole. Die Mischung aus wirtschaftlicher Bedeutung und kulturellem Angebot ist es, das die Stadt von den anderen Allgäuer Orten abhebt. Dabei blieb Kempten an ihren Rändern ländlich und gemütlich, geht mit Weilern und Einöden nahtlos über in die grüne Landschaft des Oberallgäuer Alpenvorlandes, das sich auf dem Buchenberg und im stillen Weitnauer Tal von seiner besten Seite zeigt.
Immenstadt mit dem glitzernden Wasser des Alpsees, Oberstaufen mit seinem Nagelfluhpanorama, Sonthofen mit den nahen Hörnergipfeln und Hindelang, wo im Tourismus neue Wege beschritten werden oder das Ostrachtal mit dem verträumten Hinterstein - das sind die Hauptziele in den Tälern des Oberallgäus.
Das Wahrzeichen des Allgäus ist der markante Grünten, der wie ein Wächter am Eingang zur Alpenwelt dasteht. Hier wurde übrigens 1851 mit der Errichtung des Grünten-Hauses durch Karl Hirnbein der Tourismus im Allgäu begründet.
