Wo Schlösser im Wasser träumen
Das Münsterland ist die Landschaft zwischen Lippe, Teutoburger Wald, niedersächsischem Emsland und Holland. Im Münsterland ist viel Schönes und Merkwürdiges zu sehen und zu erleben. Besonderheiten, die das Münsterland von anderen Kulturlandschaften unterscheidet, hier und da aber auch mit ihnen verbindet.Die Region ist eine von einzelnen markanten Höhenzügen gegliederte Parklandschaft, die meist ländlich geprägt ist. Ausgenommen natürlich die Metropole Münster. Hier begann die eigentliche Geschichte des Münsterlandes Ende des 8. Jahrhunderts mit der Stiftung eines "Monasteriums" (= Kloster) durch den friesischen Missionar Liudger, der im Auftrag Karl des Großen von hier aus die Christianisierung der Sachsen vorantreiben sollte. Von dem Namen Monasterium leitete sich der Stadtname Münster ab. Die Stadt machte besonders im 16. und 17. Jahrhundert von sich Reden. Als Stichworte seien die Bewegung der "Wiedertäufer" und der "Westfälische Friede", der erstmals Europa miteinander versöhnte.
Münsterland, das sind auch weit über 100 Wasserschlösser, die sich in der Region verteilen.
Mangels richtigen Bergen gab es im Münsterland keine Höhen-, sondern Wasserburgen, die man notfalls auf einen kleinen Erdhügel stellte. Diese "Motten" hielten aufkommenden Feuerwaffen nicht stand - es mußte umgedacht werden. Und dann baute man gleich schöner: im Renaissance-Stil. Doch die prächtigsten Schlösser entstanden zur Barockzeit.
Die historischen Kleinodien verbinden malerische "Pättkes", die für die Gegend typischen schmalen Radelwege. Mehr als 4000 Radwege-Kilometer abseits lebhafter Autostraßen bilden den Radelpark Münsterland. Pferdezucht und Reiten sind hier so selbstverständlich wie das Radfahren. Die Münsterländer bieten auch Nahrhaftes: Pumpernickel, Mettwürste und Schinken. Deftige Kost verlangt dann einen Kornschnaps, dem die Heilkräfte der Wacholderbeere mitgegeben wurden. Als Durstlöscher empfiehlt sich im Münsterland ein helles Alt-Bier.
