RegionLüneburger Heide

Zauber der Heide

Die Lüneburger Heide - die Region zwischen Niederelbe und Aller - ist eine der beliebtesten deutschen Feriengebiete. Die Heidelandschaft hat viele Gesichter, z.B. am Nordrand der Heide, die bald hinter Hamburg ihren Anfang nimmt, um die ehemalige Salzmetropole Lüneburg, um den Wilseder Berg, dem Herzstück der Heide oder als südlicher Abschluß Celle, die einstige Residenzstadt der Lüneburger Herzöge.

Die Heide entspricht einem Bild, wie es Romantiker gerne sehen: sanft gewellte, rosablühende Heideflächen, sandige, birkengesäumte Feldwege, dazwischen dunkelgrüne, würzig duftende Wacholderbüsche. Der Eindruck ist komplett, wenn gemächlich dahin ziehende Heidschnucken die Landschaft mit Leben erfüllen, bewacht von entsagungsbereiten Schäfern und eifrigen Hütehunden.

Dort wo die Heidelandschaft noch ursprünglich ist, summt, blökt und blüht es. Calluna vulgaris ist der botanische Name des Heidekrauts, eine Pflanze, um derentwegen sich die "echte" Lüneburger Heide im Spätsommer mit Scharen von Ausflüglern füllt.
Die Heide ist eigentlich durch den menschlichen Raubbau an der Natur entstanden.

Vor dem Eingriff des Menschen bestand die Vegetation dieser Gegend überwiegend aus Buchen-, Eichen- und Birkenwäldern. Doch schon vor 5000 Jahren begannen die bäuerlichen Siedler Wald zu roden, um Ackerflächen zu gewinnen. Und als dann im Mittelalter die großen Lüneburger Salzvorkommen entdeckt wurden, war das Schicksal der Wälder endgültig besiegelt. Das Holz wurde gebraucht, um die Siedepfannen zu befeuern. Es entstand eine öde, kahle Landschaft, in der sich das bislang nur flächenweise vorkommende Heidekraut immer weiter auszubreiten begann. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch entwickelte sich aus der Einöde ein landschaftlich äußerst reizvolles Gebiet, in dem Mensch, Tier und Pflanze harmonisch miteinander zu existieren begannen.

Es ist der Initiative des Heidepastors Wilhelm Bode aus Egestorf zu verdanken, dass der 1910 gegründete Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide eine große Heidefläche um den Wilseder Berg kaufte - gerade noch rechtzeitig, bevor dort eine große Feriensiedlung entstehen sollte. Die Umgebung des Wilseder Berges bietet dem Wanderer idyllische Ziele, wie der "Totengrund" oder "Steingrund", Tallandschaften mit ungewöhnlich eindrucksvollen Wacholderbüschen und viel Heidekraut drum herum.

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