Schätze einer Landschaft
Geologisch stellt sich das Erzgebirge als ein markanter, als Pultscholle charakterisierter Teil der mitteleuropäischen Mittelgebirgsschwelle dar. Es hat die Gestalt einer Hochfläche, die jedoch durch aufgesetzte Bergkuppen und die steil eingeschnittenen Täler einen ganz besonderen Reiz erhält.Für die Besiedelung dieser Region ist das Vorkommen bestimmter Gesteine besonders wichtig gewesen. In den vorwiegend aus Gneisen, Schiefern und Graniten gebildeten Erhebungen sind oftmals Edelmetalle zu finden. Bereits im 12. Jahrhundert wurde bei Freiberg Silber entdeckt, was einen regelrechten "Silberrausch" verursachte. So kam es zur Bildung vieler auch heute noch existierendender Bergwerkstädte, unter denen Freiberg als wichtigste galt.
Silbervorkommen wurden oft noch von anderen Metallen wie Nickel, Kobalt und Kupfer begleitet. Durch diese Bodenschätze kamen die am Bergbau beteiligten Orte zu einem Reicjtum, der auch heute noch anhand der prächtigen Sakral- und Bürgerbauten zu erahnen ist.
Mit dem Ende des Bergbaus im ausgehenden 16. Jahrhundert kam es vielerorts zu einer starken Verarmung der Bevölkerung, die sich nun auf andere Erwerbszweige besinnen mußte, zum Beispiel die Veredelung von Schafwolle, die auch heute noch wichtig ist.
Weltbekannt wurde das Erzgebirgedurch die schönen Holzspielzeuge und Weihnachtsfiguren. Im Spielzeugmuseum Seiffen wird ein interessanter Einblick in diesen Erwerbszweig geboten.
Die Herstellung von Musikinstrumenten hat dem Gebiet um Klingenthal und Markneukirchen den Namen "Musikwinkel" gegeben. Diese idyllische und naturnahe Gegend geht über in den sogenannten Bäderwinkel im lieblichen Tal der Weißen Elster, wo so wohlklingende Namen wie Bad Elster oder Bad Brambach um Gäste werben.
