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Die Augen der Eifel

Die „Augen der Eifel“ sind die berühmten Maare der Vulkaneifel, wie diese Region prägnant genannt wird. Sagenumwoben, manchmal melancholisch wirkend, liegen sie da, offen oder versteckt. Relikte einer hitzigen Phase der Erdgeschichte vor wenigen zehntausend Jahren.

Maare sind keine Kraterseen, die das Ende von Vulkanschlote bilden. Die Maare sind nicht ganz so dramatisch entstanden. Zwar führte auch hier Grundwasserberührung des Magmas zu einer Explosion, doch kam nur wenig vulkanisches Material ans Tageslicht. Stattdessen stürzte die Landoberfläche ein und schuf mehr oder minder tiefe, oft von einem niedrigen Wall vulkanischen Auswurfs umgebene Trichter, die sich später teilweise mit Wasser füllten.

„O schaurig ist´s übers Moor zu gehen…“ hat Annette von Droste-Hülshoff einmal geschrieben. Für das Hohe Venn im Norden der Eifel trifft dies nur zum Teil zu.
Die Landschaft mit den Hoch- und Niedermooren, seinen Heiden und ausgedehnten Wäldern verbreitet eine wundervolle herb-schwermütige, entspannende Stimmung.
Nur wenn der Nebel kommt und man sich die alten Geschichten erzählt, dann – ja dann könnte es wahrhaft schaurig schön und schön schaurig werden.

Der Name dieser tundraartigen Landschaft stammt von dem lateinischen „fagna“ mit der Bedeutung von Sumpf oder Morast. Vor über 10.000 Jahren begannen sich die heutigen Hochmoore mit Mächtigkeiten von bis zu 10 Meter Torf zu entwickeln. Dieses einzigartige Naturreservat überrascht mit Weite und Stille, mit Farbwunder, die zu jeder Jahreszeit unvergessliche Stimmungen zaubern.

Das Hohe Venn bildet eine natürliche Barriere für die atlantischen Westwinde, die mit
Macht über die Hochflächen wehen. Charakteristisch für die Dörfer insbesondere südlich von Monschau sind die hohen Buchenhecken, hinter denen sich viele der Häuser verbergen. Ihnen verdankt der ganze Landstrich seinen Namen: Monschauer Heckenland.

Große grüne Wände aus durchflochtenen Rotbuchen schützen seit jeher die Vennhöfe mit ihren tief heruntergezogenen Dächern vor dem heftigen Wind – im Sommer durch das dichte Blattwerk, im Winter durch zur Eismauer erstarrten Rauhreif.
Flurhecken sind die zweite besondere Erscheinung des Heckenlandes. Auch sie dienen dem Windschutz und zugleich der Einfriedung von Grundstücken.

Das reizvolle Ortsbild von Monschau geht auf eine Blütezeit zurück, deren bauliche Zeugen dank späterer Armutsjahre stehen geblieben sind. Die Glanzzeit erlebte die ansässige Wollweberzunft im 18. Jahrhundert.
Eltz gilt als „die Burg schlechthin“ und hat den alten 500-Mark-Schein geschmückt. Seit 800 Jahren ist die Burg Eltz im Besitz der gleichnamigen Familie.




Rezept aus Köstliches Deutschland
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Impression der Region