RegionBayerisch-Schwaben

Wie ein bunter Fleckles-Teppich

Nördlich der Donau findet man ein ausgeglichenes Landschaftsbild aus Trockenrasen, Wald, Ackerland und Wiesen. Zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb hat sich als nahezu kreisrundes Becken mit 20 km Durchmesser der Einschlagkrater eines urzeitlichen Asteroiden in die Landschaft eingegraben: das Ries.

Weite und Geräumigkeit kennzeichnen den ca. 100 km langen schwäbischen Talabschnitt der Donau zwischen der Illermündung bei Neu-Ulm und der Lechmündung bei Marxheim. Einzelne Altwasser bilden wertvolle ökologische Inseln und dienen als Brut- und Futterplätze für zahlreiche Vogelarten.

Östlich des Lechs hat Schwaben bei Aichach auch Anteil am Tertiärhügelland. Kein Gletschereis, sondern zahlreiche Bäche und Flüsse haben die weit geschwungenen Höhenzüge, flache Kuppen und breite Täler geformt.

In Mittelschwaben gewinnt das Landschaftsbild nach Süden hin an Energie und Lebhaftigkeit. Die breit eingeschnittenen Flusstäler werden durch langgestreckte Hügelketten voneinander getrennt. Von den Alpen zur Donau hin verlaufen Flüssen und Höhenrücken parallel zueinander, streng in die Süd-Nord-Richtung eingespannt. Kleinteilig und wenig übersichtlich ist das Landschaftsbild im südlichen Schwaben. Das Relief ist das Ergebnis der schürfenden, schiebenden und aufschüttenden Wirkung des Gletschereises und seiner Schmelzwasser. Ganz im Süden sind in mehreren, immer höher ansteigenden Kulissen die Höhenzüge der Allgäuer Alpen hintereinander gestaffelt.
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