Östlich des Lechs - eine Grenzregion
In den sanft gewellten Hügeln jenseits der Friedberger Türme, die so keck in den Himmel ragen, finden sich zwar zwischen Äckern und Wiesen freundlich in die Kulturlandschaft eingebettete Siedlungen mit Resten historischer Bausubstanz, Städte und Märkte mit charakteristischen Gebäuden und manche schöne Kirche.Doch die Dächer alter Häuser sind hier ebenso steil wie in der schwäbischen Nachbarschaft, die Ortsbilder ebenso streng und die Menschen in ihrer Art ebenso zurückhaltend. Und doch gibt es einen wesentlichen Unterschied: Hier spricht man bayerisch und man denkt und fühlt auch so.
Ein markantes historisches Ereignis dürfte auch eine Ursache sein. Es geschah um das Jahr 1000, als die Ahnen des bayerischen Königshauses, die Grafen von Scheyern, die Anhöhe Oberwittelsbach bei Aichach zum Sitz ihres Herrschaftsgebietes an der Paar zwischen Lechfeld, Glonn und Donaumoos bestimmten. Nach der Burg, die sie dort übernahmen, nannten sie sich die "Wittelsbacher".
Von der einstigen Burg in Oberwittelsbach ist nichts mehr übrig. König Ludwig I. hielt es mehr mit dem in einem Landschaftspark gelegenen Wasserschlösschen im nahen Unterwittelsbach. Es gehörte ab 1838 Herzog Max von Bayern, dem Vater der 1837 geborenen, späteren Kaiserin Elisabeth von Österreich und Königin von Ungarn.
