OrtVillingen-Schwenningen

Zwischen Württemberg und Baden

Villingen fasziniert mit seinem vom Mittelalter geprägten Stadtbild. Hier beeindrucken die vielen Giebel, Erker und die fast völlig erhaltene Stadtmauer mit mächtigen Wehr- und Tortürmen. Wer gerne auf eine Entdeckungsreise geht und dabei den Geschichten verträumter Gassen, plätschernder Brunnen und stiller Winkel auf die Spur kommen will, hat hier ideale Bedingungen.

Und in Schwenningen, einst bäuerlich geprägtes, größtes Dorf der Baar, 1905 zur Stadt ernannt und im Laufe der Jahrzehnte zur "größten Uhrenstadt der Welt" aufgestiegen, ist ebenfalls noch der Zauber vergangener zeiten spürbar.

Die Historie der beiden ehemaligen Städte ist sehr unterschiedlich. Während die Stadtgeschichte Villingens ins frühe Mittelalter zurückreicht, ist Schwenningen im Zusammenhang mit der Industrialisierung erst im 20. Jahrhundert zur Stadt geworden.

Zwischen den beiden Teilstädten verläuft die Europäische Wasserscheide und die ehemalige Grenze zwischen Württemberg und Baden.

Der Zusammenschluss der ehemals badischen Stadt Villingen und der württembergischen Stadt Schwenningen stieß nicht bei allen Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung. Und bis heute ist die "Doppelstadt" auf vielen Gebieten noch nicht zusammen gewachsen: Villingen und Schwenningen haben nach wie vor unterschiedliche Telefonvorwahlen, unterschiedliche Sportbünde (badische / württembergische), unterschiedliche Landeskirchen bzw. Bistümer (Erzbistum Freiburg / Bistum Rottenburg-Stuttgart bzw. Evangelische Landeskirche in Baden / Evangelische Landeskirche in Württemberg), unterschiedliche Fastnachten, unterschiedliche Rathäuser und anderes.

Der mittelalterliche Stadtkern von Villingen ist formal zu großen Teilen erhalten, dazu gehört das frühgotische Münster (13.-16. Jahrhundert), das spätgotische Rathaus (1534), die Stadtmauer mit drei erhaltenen von ursprünglich vier Tortürmen und das stadtgeschichtliche Franziskanermuseum in Villingen, das im Rahmen der 1000-Jahr-Feier 1999 neu eröffnet wurde. Dort befinden sich auch sehr viele Funde vom Magdalenenberg.

Die Straßenzüge der Innenstadt werden durch Um- sowie Neubauten der Nachkriegsjahre und jüngsten Zeit geprägt. Zentrum des Villinger Nachtlebens ist die Färberstraße, auf der sich viele Kneipen und Bars befinden. Vor allem an der Fasnet ist sie Anziehungspunkt über die Stadtgrenzen hinaus.

Das Alte Rathaus in Villingen wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

Die Katholische Stadtpfarrkirche, das Münster zu Unserer Lieben Frau, wurde bereits im Mittelalter erbaut. Es erfuhr mehrer Veränderungen und wurde im 18. Jahrhundert innen barockisiert. Die Benediktinerkirche wurde ab 1688 von Michael Thumb errichtet. Vollendet wurde sie aber erst 1719. Die Bickenklosterkirche entstand 1737 als Saalkirche.



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