OrtOttobeuren

Beten und Arbeiten

Ottobeuren ist als Familienkloster der Grafen Silach um 764 gegründet und von Benediktinermönchen aus dem Bodenseeraum besiedelt. Das Kloster hatte eine herausragende Stellung in Süddeutschland. Im nahen Stephansried wurde der Wasserdoktor Sebastian Kneipp geboren.

Die gewaltige Klosteranlage entstand 1711-1725, wobei die alles beherrschende barocke Basilika in den Jahren 1737 - 1766 erbaut wurde. Sie gilt als beispielhaft für die barocke Baukunst. Die Klosterkirche zur hl. Dreifaltigkeit ist eine der großartigsten deutschen Barockkirchen. Die mächtige Kuppel ist 25 m hoch. Sehenswert ist das Reichsstiftmuseum mit Bibliothek und Kaisersaal. Im 18. Jh. erreichte das Kloster seine Blütezeit.

Der kleine Klosterstaat umfasste 281 qkm mit 27 Dörfer und ca. 10.000 Untertanen. Geführt wurde das Reichsstift von einer 48 Mitgliedern zählenden Mönchsgemeinschaft. Nach der Säkularisation wurde das Klostergebiet dem Königreich Bayern zugeschlagen.
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