Freiburg bietet viel
Nach anfänglichem Niedergang wuchs und gedieh die Stadt, war 1415 bis 1427 Reichsstadt und erhielt von Erzherzog Albrecht 1457 die Universität, die 1620 von den Jesuiten übernommen wurde.Im Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt zahlreiche Belagerungen überstehen, die ihre Bevölkerung auf 2.000 Menschen dezimierte und alle Vorstädte weitgehend zerstörte. Die Einnahme Freiburgs durch die Französischen Truppen 1677 war der Höhepunkt dieser größten Zerstörung und Veränderung ihrer bisherigen Geschichte. Auf Geheiß Ludwig XIV vollendete der Festungsbaumeister Vauban die von den Österreichern begonnen Baumaßnahmen, ließ die Stadtmauern schleifen und baute um die Altstadt eine Festung mit acht Bastionen. Auf dem Schloßberg ließ er an der Stelle des alten Schlosses drei übereinanderliegende Forts errichten.
Freiburg wechselte nach 1697 mehrfach zwischen Frankreich und Österreich hin und her, bis es 1745 wieder unter österreichische Herrschaft kam. Bei ihrem Abzug schleiften die Franzosen sämtliche Festungsanlagen.
1805 gliederte Napoleon Freiburg in das neu geschaffene Großherzogtum Baden ein, das 1813/14 mit in die Befreiungskriege hineingezogen wurde.
In den folgenden Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem wirtschaftlichen und politischen Zentrum auf der östlichen Seite des Oberrheins. 1821 wurde sie Bischofssitz anstelle von Konstanz, 1845 fuhr der erste Eisenbahnzug vom neuen Freiburger Bahnhof nach Offenburg.
Die Revolution von 1848/49 brachte auch in Freiburg Kämpfe zwischen Freischärlern und Regierungstruppen. Die liberalen Politiker Carl von Rotteck und Carl Theodor Welcker lehrten an der Freiburger Universität.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs Freiburg stark an, komplett neue Stadtteile, die Wiehre und der Stühlinger, entstanden. 1899 immatrikulierte die Freiburger Universität als erste in Deutschland eine Frau, 1910 wurde das Stadttheater eingeweiht. 1911 die neuen Universitätsgebäude.
