Einst klösterlicher Besitz
Im Ottobeurer Chronicon von 1180 gehörte Westerheim bereits zum Stiftungsgut des Klosters, das 764 gegründet worden war. Im 14. Jahrhundert taucht die Unterscheidung in Ober- und Unterwestheim erstmals auf. 1818 wurden beide Orte zu einer Gemeinde zusammen gelegt.Das Kloster Ottobeuren konnte seinen Besitz in Westerheim im Lauf der Jahre vergrößern. 1451 hatte es in Unterwesterheim die niedere Gerichtsbarkeit inne und war Ortsherr von ganz Westerheim bis zur Säkularisation 1803.
An diese lang währende Beziehung erinnert die goldene Rosette auf schwarzem Feld aus dem Stiftswappen. Das rote Doppelkreuz und die darüber schwebende Taube weisen auf das Heilig-Geist-Spital von Memmingen hin, das 1364 Vogtrecht und Kirchensatz in Westerheim erwarb. Bei der Trennung des Heilig-Geist-Spitals 1365 blieb der Kirchensatz beim Oberhospital. Das Oberhospital der Kreuzherren hatte das Doppelkreuz in seinem Wappen.
