Ulm ist eine Reise wert
Der Stadt Ulm und deren Umgebung haben Reisende schon immer etwas abgewinnen können. Ulm selbst mit dem höchsten Kirchturm der Welt und mit weltoffenen Flair einer ehemaligen Freien Reichsstadt ist eine Reise wert.Und um Ulm herum warten Ziele auf Besucher, die Einblicke in die Geschichte der über 1100-jährigen Stadt und des von ihr gprägten Umlandes ermöglichen. Ulmer Spatz, Ulmer Schachtel oder der Schneider von Ulm: Begriffe, die in der Erinnerung haften bleiben.
Schon 854 bestand die in einer Urkunde erwähnte königliche Pfalz, die mit den Jahren zu einem politischen Zentrum der Karolingerzeit wurde. Unter den Staufern erhielt Ulm das Stadtrecht und wurde später zur Freien Reichsstadt. Das 14. und 15. Jahrhundert war die Blütezeit der Stadt, deren Größe nur noch von Nürnberg übertroffen wurde.
Aus dieser Zeit stammt auch der alljährlich am Schwörmontag vom Oberbürgermeister zu erneuernde Schwur: "Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein, in den gleichen, gemeinsamen Dingen, ohne Vorbehalt". Das anschließende Volksfest "Nabada" wird nur noch von vom alle vier Jahre stattfindenden Fischerstechen auf der Donau übertroffen. Eine Tradition der Ulmer Schifferzunft, die Ulmer und Besucher aus allen Teilen der Welt anzieht. Geplant und finanziert wurde das Ulmer Münster nicht von Bischöfen oder Fürsten, sondern von den Bürgern der Stadt, den Patriziern, Kaufleuten und Handwerkern.
1377 wurde der Grundstein zu einer gotischen Hallenkirche gelegt, an der über 200 Jahre gebaut wurde. Berühmte Baumeister wie Perler oder Berblinger und Künstler, vor allem Syrlin und Multscher, gaben dem Kirchenbau sein Gepräge. Erst im 19. Jahrhundert wurden die heutigen Chortürme und der Hauptturm vollendet. Als dann 1890 der Schlussstein in der Spitze des Turms in 162 Meter Höhe verankert war, konnte der Kirchturm-Weltrekord gefeiert werden.
Südöstlich von Ulm befindet sich der Ulmer Winkel, das landschaftlich reizvolle Dreieck zwischen Donau und Iller, das bis 1803 im Besitz der Freien Reichsstadt war. Dort hatten schon im Mittelalter Ulmer Patrizier und Kaufleute ihre Landsitze.
