OrtHöchstädt

Die Schlacht bei Höchstädt/Blindheim

Die Stadt Höchstädt ist seit 1258 bayerisch. Sie erlebte von 1542 bis 1632 eine wirtschaftliche Blüte. Die in dieser Zeit entstandenen Bauten prägen noch heute das Stadtbild. Der Dreißigjährige Krieg beendete diese Phase jäh. Im Jahre 1627 raffte die Pest ein Viertel der Bevölkerung dahin. Höchstädt, die ehemals größte der umliegenden Donaustädte, verarmte vollständig.

Am 13. August 1704 standen sich im Spanischen Erbfolgekrieg bei Blindheim zwischen Frankreich mit Bayern auf der einen Seite und Österreich mit den Engländern auf der anderen Seite, mehr als 100.000 Mann gegenüber. Im Verlauf der Schlacht gelang es John Churchill, Herzog von Marlborough, letztendlich, die französischen Linien zu durchbrechen und damit den Sieg zu erringen. Zum Ende der Schlacht wurden insgesamt über 25.000 Tote und Verwundete gezählt. Dieser ungewöhnlich hohe Blutzoll löste in ganz Europa Entsetzen aus.

Die Ausrufung des Königreiches Bayern im Jahr 1806 bedeute gleichzeitig das Ende als alte "Oberamtsstadt", die mehr als 700 Jahre Verwaltungsmitelpunkt der oberen Donau war. Sehenswert sind das Renaissance-Schloss aus dem 16. Jh.. die Stadtpfarrkirche am Marktplatz und das "Kastenhaus".
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