OrtAugsburg

Seit 2000 Jahren Metropole

Publius Cornelius Tacitus, rönischer Geschichtsschreiber, nennt in seiner 98 n.Chr. erschienenen "Germania" "Augusta Vindelicum" das heutige Augsburg, eine "splendidissima colonia Raetia", die "herrlichste Kolonie Raetiens".

Dabei gab es in der damaligen Hauptstadt der römischen Provinz Raetien das Herrlichste noch gar nicht: die Maximiliansstraße, die sich wie ein breiter Platz vom Hügel der Kirche St. Ulrich und Afra bis zum wuchtigen Rathaus hinzieht. Ganz oben auf dem Rathausgiebel ist eine große Zirbelnuss zu sehen. Diese soll das Feldzeichen einer römischen Legion gewesen sein. Heute ist sie der "Stadtpyr", Augsburgs Wapensymbol seit dem Jahr 1237.

Die Via Claudia Augusta, Lebensader von Nord nach Süd, hielt die Verbindung nach Italien und ließ den Handel erblühen. Die Lechkanäle wiederum förderten das Gewerbe. Die billige Wasserkraft förderte auch das Handwerk der rund 2000 Weber in der Stadt des 14. Jahrhunderts.

Die Dynastie Fugger verhalf Augsburg zu einem "Goldenen Zeitalter". Die familie Fugger stiftete 1516 die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Im 17. und 18. Jahrhundert war Augsburg Zentrum der Gold- und Silberschmiede. Auch die beginnende Kattunindustrie machte Augsburg, besonders im 19. Jahrhundert zu einer Metropole der Textilindustrie.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Augsburg gehören das Rathaus (1615/20), der Perlachturm, das Zeughaus, die Fuggerei, Bischöfliche Residenz, der Som und die Basilika St. Ulrich und Afra (1474).
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